Attraktionen

 
 

Gory Izerskie (Das Isergebirge)

Das Isergebirge nimmt eine Fläche von ca. 1000 km2 ein und sein polnischer Teil davon etwa 400 km2, also fast die Hälfte*. Es stellt ein ausgedehntes und verzweigtes System von Kämmen, Massiven und vereinzelten Gipfeln dar. Abgeflachte, kuppelförmige Gipfel, die am Anfang in sanft und unten steil abfallende Hänge übergehen, widerspiegeln die komplizierten geologischen und tektonischen Prozesse, die diesen Gebirgszug geformt haben. Zergliedert durch die tief eingeschnittenen Fluss- und Bachtäler, ausgeschmückt mit Monadnocken und scharfen Felsen bildet das Isergebirge eine eigenartige Landschaft. Das Gebirge ist etwas asymmetrisch in Richtung Südosten geneigt. In dieselbe Richtung vom Nordwesten verlaufen die Hauptkämme.

Die Nordhänge, v.a. von Oldrzychowski und Hejnicki Grzbiet, sind ziemlich steil. Die Südhänge hingegen gehen sanft in das Vorgebirge über und im Ostteil dann in das Riesengebirge. Beträchtliche Flächen im Isergebirge bilden weitläufige Gipfelkuppen, die mit Wiesen und Bergkiefern bewachsen sind. Die größte davon ist die Izerska Łąka (Große Iserwiese), durch die die Iser fließt. Sie ist wohl der außergewöhnlichste Fluss in Polen, denn ihr Oberlauf sieht so aus, wie ein Unterlauf an den meisten anderen Flüssen. Solche Eigenartigkeiten machen das Isergebirge besonders sehenswert.

Das Isergebirge ist kompliziert aufgebaut. Die Geologen zählen es zum Iser-Metamorphikum. Diese geologische Formation ist mit einer anderen verbunden, nämlich dem Iser-Riesengebirgs-Kristallin, aus dem das Riesengebirge und ein Teil des tschechischen Isergebirges aufgebaut ist.
Im polnischen Teil des Isergebirges kommen vor allem Gneis, Granitgneis und Glimmerschiefer vor. In einem kleinen Steinbruch in dem Ort Kotlina wurde Pyrit abgebaut.
Aber unter den häufig vorkommenden Felsen verbergen sich auch die für den Menschen wertvollen Steine und Erze: Quarz in einer sehr klaren Form, Turmaline, Granate, Zinnerz, Kobalterz, etwas Gold und vieles anderes.
Ein paar Orte im Isergebirge erwiesen sich als besonders ergiebig. Die Wallonen legten Wert auf Wieczorny Zamek /Zwalisko (die Abendburg), Jagnięcy Potok (das Lammbach) auf der Izerska Łąka (Große Iserwiese), Złota Jama (das Goldloch) sowie Dolina Małej Kamiennej (das Tal des Kleinen Zackens).
Jedoch am reichsten an Schätzen war die Mündung des Bachs Šafirovy potok in die Jizerka auf der Mala Jizerska Louka (Kleine Iserwiese). Die Liste von Mineralien, die man dort gefunden hat, war lang: Amphibole, Apatite, Diopside, Titanite, Amethyste, Aventurin-Quarz, Chalcedon, Chrysopras, Bergkristall, Granate, Zirkone, Turmaline und schwarze Ilmenite, die Iserine genannt werden. Die schriftlichen Belege aus dem J. 1845 zeugen davon, dass die Iserine eine ganz gute Erwerbsquelle der Bewohner von Jizerka und Groß-Iser waren. Frauen und Kinder holten die Mineralien aus den Bächen heraus i verkauften nach Berlin und Dresden für die Herstellung von Trauerschmuck. Am wertvollsten aber zugleich am seltensten sind im Isergebirge Rubine und Saphire. Die gefundenen Prachtstücke erreichen bis zur 1 cm Größe und zählen zu den schönsten in Europa.
Als Mineral, das im polnischen Isergebirge die größte Bedeutung für die Industrie hatte, erwies sich der beinahe klare Quarz. Er kommt in Form einer einige hundert Meter dicken und 10 km langen Ader vor. Am flachsten liegt er auf dem Gipfel von Biały Kamień an (1088 m ü. NHN). Der Abbau von Quarzit wurde an dieser Stelle bereits im 13. Jh. begonnen und bis vor kurzem in dem Quarzsteinbruch "Stanisław" fortgeführt. Bis 1902 wurde der Quarz in den Iserhütten zum Kristallglas verarbeitet.

Ein weiterer Bodenschatz aus dem Gebirge ist das hervorsprudelnde Wasser. Die Quellen der Bäche und Flüsse im Isergebirge sind sehr reich an sehr schmackhaftem Wasser. Am wertvollsten ist jedoch das Mineralwasser. Im Isergebirge gibt es mehrere Kurorte mit Mineralwasserquellen. Im tschechischen Isergebirge sprudeln die Quellen in Vratislavice nad Nisou, in Láznie Libverda sowie in der Nähe von Nowe Mesto pod Smrkiem im Tal des Bachs Ztracenéhy potok. Auf der polnischen Seite der Grenze kommen radiumaktive Sauerbrunnen (eine große Seltenheit in Polen) in der Nähe der tektonischen Verwerfung bei Świeradów Zdrój, und an Magnesium reiche Wässer bei Czerniawa Zdrój vor. Wahrscheinlich gibt es sie noch in weit größeren Mengen, aber sie sind noch unentdeckt.
Die mineralische Zusammensetzung der Quellen von Świeradów und Czerniawa ist ziemlich vielfältig und wirkt heilkräftig. Trotz seines leichten metallischen Geschmacks ist dieses Mineralwasser sehr schmackhaft und man sollte es unbedingt in der Spazierhalle des Kurhauses in Świeradów (Bad Flinsberg) kosten.

Das Klima im Isergebirge unterscheidet sich von den anderen Gebirgsketten in den Sudeten. Die jährlichen Niederschläge erreichen sogar mal 1600mm, es sind die höchsten Werte in den Sudeten. Wichtig ist es, dass sich die Niederschläge gleichmäßig innerhalb des ganzen Jahres verteilen, was zur Folge hat, dass das Isergebirge ständig nass und verschneit ist.
Die Schneedecke ist auch ziemlich dick, durchschnittlich 150cm. Im mittleren Teil des Gebirges, dort, wo ausgedehnte Einebnungen vorkommen – in der Umgebung von Orle, Izerska Łąka, Mala jizerska louka, Velká klečová louka, Rozdroże pod Cichą Równią - erreicht sie sogar bis 4 Meter. Infolge niedriger Temperaturen bleibt der Schnee sehr lange liegen: von November bis Mai, und es gibt Jahre, wenn die letzten Firnstücke erst im Juni schmelzen.
Das Bodenrelief und die Wasserverhältnisse sind die Ursache von häufigem Nebel. Die kalte Luft sinkt in der Nacht aus dem Hochgebirge herab und hält sich sehr lange in den Bodensenkungen. Auf der Izerska Łąka (Große Iserwiese) verursacht das sog. Frostlöcher, die man in diesem Ausmaß nirgendwo sonst in Polen findet.
Es gibt sehr große Temperaturamplituden zwischen Tag und Nacht, die häufig 25°C überschreiten. Sogar im Sommer fällt die Temperatur am frühen Morgen unter 0°C. Es ist ein ziemlich raues Klima. Kein Wunder also, dass die Große Iserwiese von manchen „kleines Sibirien” genannt wird und Jakuszyce - "Jakutien“ (obwohl es wahrscheinlich an der phonetischen Ähnlichkeit liegt).

 

Wodospad Szklarki (Kochelfall)


Malerischer Wasserfall auf dem Gebiet der Enklave vom Nationalpark Riesengebirge (Karkonoski Park Narodowy), die in der wunderschönen Schlucht der Kochel (Wąwóz Szklarki) gelegen ist. Der Wasserfall befindet sich in einer Höhe von 520 m ü. NHN. Die 13,3 Meter hohe Wasserkaskade wird zur Mündung hin immer schmaler und verwindet sich spiralförmig.

Am linken Rand der Felsenstufe befinden sich prächtige Wirbelkessel (Gesteinsaushöhlungen durch Wasserstrudel). Die ersten schriftlichen Belege über den Kochelfall stammen bereits aus dem Mittelalter. Jahrhunderte lang wurde der Wasserfall in Beschreibungen, auf Bildern und Illustrationen verewigt, da man diesen Ort für besonders romantisch und schön hielt. 1868 wurde am Wasserfall ein Gasthof gebaut, der mit der Zeit in die heutige Baude „Kochanówka“ umgewandelt wurde. Um die 19./20. Jahrhundertwende gab es eine einmalige Attraktion für die Touristen: sie konnten gegen Gebühr durch das Ziehen der Schleuse den Wasserstrom am Wasserfall regulieren und das Wasser herunterrauschen lassen.

Zugang: von der Stadtmitte den grünen Wanderweg am Kamienna-Fluss entlang oder den schwarzen Wanderweg (um Szklarska Poręba herum). Am Kochelfall verläuft auch der blaue Wanderweg von Piechowice bis zur Berghütte „Pod Łabskim Szczytem“.
 

Szrenica (Reifträger)

1362 m ü. NHN hoher, über die Stadt herausragender Berg, der mit dem Sessellift der SKI ARENA Szrenica leicht erreichbar ist. Auf dem Gipfel steht den Wanderern die Reifträgerbaude (Schronisko „Szrenica“) offen. Die Spitze des Berges ist mit Granitblockhalden bedeckt. Zwar zählt der Berg aufgrund seiner Höhe als Mittelgebirge, aber seine Schneeverhältnisse sind denen der Alpen in 2000 m Höhe zu vergleichen, was besonders günstige Wintersportmöglichkeiten bietet. 20 km Skipisten an den Hängen des Szrenica-Berges sowie ein Komplex von Sessel- und Skiliften ziehen seit Jahren Skiliebhaber nach Szklarska Poręba an. Der Szrenica-Berg ist auch ein ausgezeichneter Aussichtspunkt auf das Hirschberger Tal (Kotlina Jeleniogórska), das Isergebirge und das Bober-Katzbach-Gebirge. Daneben befinden sich interessante Felsengruppen – Końskie Łby (Pferdeköpfe), Szronowiec , Trzy Świnki (Sausteine).

Zugang: den roten Wanderweg (Kammweg) entlang oder für weniger Erfahrene Auffahrt mit dem Sessellift und 10 Minuten-Wanderung den schwarzen Wanderweg entlang. An den Nord- und Osthängen des Berges verläuft der grüne Wanderweg von Hala Szrenicka über Końskie Łby bis zur Berghütte „Pod Łabskim Szczytem“.
 

Wodospad Kamieńczyka (Zackenfall)

Der höchste Wasserfall im polnischen Riesengebirge, 843 m ü. NHN. Der Bach springt über drei Stufen aus einer Höhe von 27 Metern in die 100 Meter lange wunderschöne Zackenklamm herunter. An manchen Stellen der über 25 Meter hohen, senkrechten Felswände ist die Schlucht nicht mehr als 4 Meter breit. Im mittleren Teil des Wasserfalles befindet sich eine im Mittelalter von Wallonen künstlich ausgehauene Höhle, das sog. Goldloch (Złota Jama), wo man Pegmatiten und Amethysten abgebaut hat. Am Zackenfall befindet sich die Baude „Kamieńczyk” und die Hütte "Szałas Sielanka".

Zugang: von der Stadtmitte den roten Wanderweg die Sikorskiego-Straße entlang; oder den schwarzen Weg nahe der Talstation des Sesselliftes entlang.
 

Wysoki Kamień (Hochstein)

Der die Stadt Szklarska Poręba im Westen überragende Gipfel des Isergebirges mit einer Höhe von 1058 m ü. NHN. Auf dem Gipfel befinden sich malerische Felsen, sowie ein Aussichtspunkt mit einem prachtvollen Rundblick auf das Riesengebirge, den Landeshuter Kamm, das Isergebirge mitsamt dem Iservorland, das Katzbachgebirge und das Hirschberger Tal.

Bis 1963 stand hier eine Bergbaude. Zurzeit ist auf dem Gipfel ein kleiner Laden und Imbiss tätig und es wird eine neue Berghütte errichtet. Inhaber des Hochsteins ist die Familie Gołba aus Szklarska Poręba. Im Mittelalter war dieses Gebiet intensiv von den Wallonen bewirtschaftet und in Sagen beschrieben.

Über den Hochstein führt der rote Wanderweg von Szklarska Poręba bis Świeradów Zdrój sowie der gelbe Wanderweg von Szklarska Poręba Dolna bis zur Todeskurve.
 

Astronomiewanderweg im Isergebirge

In Schreiberhau-Jakobsthal (Szklarska Poręba-Jakuszyce)an der Touristenstation ORLE entsteht eine unglaubliche Attraktion für Touristen und Liebhaber des nächtlichen Sternenhimmels.

Im Rahmen des Dunklen Himmels des Iserparks wird ein „Astrowanderweg” gebaut – ein Modell des Sonnensystems. Jedes seiner Elemente wurde aus einer anderen Felsart, die in Niederschlesien vorkommt gefertigt. Der Weg ist gleichzeitig eine Astronomie- und Geologielektion. Wie die Ideengeber im Internetservice Izera-Darsky.eu schreiben, ist das Besondere an diesem Lehrpfad die Lage im Gebirge.

Dank dessen lernen die Touristen nicht nur die wertvolle Natur dieses außergewöhnlichen Ortes in den Sudeten kennen, wie es das Tal der oberen Iser ist, sondern bereichern außerdem ihr Wissen über das Weltall. Das gesamte Projekt entsteht im Rahmen der so genannten Iserprojekte. Dieser magische Weg erringt unter Astroenthusiasten die Bezeichnung „Reisen durch das Sonnensystem”, „Weg zu den Sternen” oder „Berührung des Weltalls”. Vielleicht gewinnt er mit der Zeit seinen eigenen originellen Namen?

Der "Astrowanderweg" entsteht im Namen eines Projektes, welches durch die so genannten „Astrofanatiker” realisiert wird, unter denen Prof. Michał Tomczak, Dr. Tomasz Mrozek und Dr. Sylwester Kołomański genannt werden müssen – Wissenschaftler des Instituts für Astronomie der Universität Breslau neben dem Förster aus Bad Flinsberg (Świeradów Zdrój) Zbigniew Kamiński und dem Wirt des ORLE Stanisław Kornafel
 

Die Touristenstation Orle

Versteckt im Isergebirge befindet sich die Touristenstation Orle, die Überbleibsel einer alten Glashüttensiedlung.

Hier arbeitete die Glashütte Carlsthal - eine der bekanntesten Hütten in diesem Teil Europas, gegründet durch die Familie Preussler 1754. Heute befinden sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, welches aus der Blütezeit der Siedlung übrig blieb die Kantine der Baude sowie das Kaminzimmer. Gemauert aus behauenem Stein baute der Hütteneigentümer das Gebäude (die heutige Touristenstation „Orle” - d.h. „Försterhaus”) um 1860 höchstwahrscheinlich als Verwaltungsgebäude.

Seit 10 Jahren arbeit hier die Isergebirgsgesellschaft, die Liebhaber dieser lieblichen aber gleichzeitig anregenden Berge versammelt. Ihre Aufgabe ist die Verbreitung des ökologischen Gedankens sowie „... die Verbreitung von historischem Wissen über das Gebiet des Isergebirges und darin besonders der Glastradition unter Beachtung des lokalen Hintergrundes und dem Kolorit der Geschichte....”

Die Gesellschaft organisiert viele interessante Treffen und Veranstaltungen. Darunter u.a. den Isergebirgsretrolauf. Die Teilnehmer dieser Veranstaltung amüsieren sich in stilvollen Verkleidungen auf altertümlichen Skiern in der malerischen Landschaft der Isergebirgswege.

An der Touristenstation Orle entsteht eine unglaubliche Attraktion für Touristen und Liebhaber des nächtlichen Sternenhimmels. Im Rahmen des Dunklen Himmels des Iserparks wird ein „Astrowanderweg” gebaut – ein Modell des Sonnensystems.

In der Station Orle befindet sich außerdem eine Ausstellung von Glasbriefbeschwerern und Millefioriglas, die einzige in Polen und eine von wenigen weltweit. Man kann sie in der Glashütte bewundern – einem, vor einem Jahr renovierten unter Denkmalschutz stehenden Gebäude der ehemaligen Schleiferei der Glashütte Carlsthal. Hier kann man mehrere hundert Exponate, hauptsächlich Beschwerer für Papier anschauen, die in einer Schichtglastechnik, der filigransten und edelsten Glastechnik, dem Millefiori hergestellt wurden.

In der Touristenstation Orle finden Sie die Ruhe einer Gebirgssiedlung mit Andenken an ihre Geschichte. Erfahren Sie mehr über das Weltall, gleichzeitig in einer Natur spazierend, die einige Besonderheiten bereithält, die nur im Isergebirge zu finden sind. Mehr...

Zugang zum Orle: von der Station „Piastenlauf” in Jakuszyce – ca 5km entlang der asphaltierten Straße bis zur Baude. Etwas kürzer ist der rote Wanderweg von Polane Jakuszyckie über den Aussichtspunkt „Samolot”, ebenfalls gerade zur Baude.

 

Carl und Gerhart Hauptmann Haus

Eines Tages erblickte ich bei einer Gebirgspartie von oben her dieses Tal und dachte, hier wäre gut Hütten bauen. Entzückt und begeistert stieg ich mit diesem Gedanken durch Wälder und über Wiesenpfade hinab und hatte binnen weniger Stunden das Bauernhaus mit dazugehörigen Ländereien, Grasflächen, Buchenhainen und Quellen käuflich an mich gebracht. Noch erinnere ich mich der unendlichen Freude von Frau und Kindern, als wir den schönen Grund unser eigen nannten und angefangen hatten mit dem Umbau der alten, zerfallenen Kate, die dann , aufs beste verwandelt, unser behagliches Heimwesen werden sollte. Ich dachte nicht anders, als daß keine Macht der Welt mich vor meinem Ende von diesem Asyl und Grund trennen sollte.“ Gerhart Hauptmann
Auf diese Weise wurde das 1890 erworbene alte Dorfhaus sowohl zu einer Familienstütze als auch zum Ort des künstlerischen Schaffens zweier bedeutender Schriftsteller, Gebrüder Carl und Gerhart Hauptmann.

Gerhart Hauptmann (1862-1946) – „Vater des deutschen naturalistischen Dramas“ erhielt 1912 den Nobelpreis für sein literarisches Gesamtwerk. In Szklarska Poręba schuf er seine größten Werke: „Die Weber“, „Der Biberpelz“, „Fuhrmann Henschel“, „Hanneles Himmelfahrt“, „College Crampton“.

Der ältere Bruder Carl Hauptmann (1858-1921) – Philosoph, Biologe, Dichter, Dramatiker, wurde vor allem für sein „Rübezahlbuch“ berühmt, eine Sammlung von neun Abenteuer des sagenumwobenen Herrscher des Riesengebirges.

Der Name Hauptmann zog von Anfang an viele berühmte Persönlichkeiten aus der Kultur- und Wissenschaftswelt des damaligen Europas heran. Mit der Zeit wurde das Haus der Gebrüder zum besonderen Ort der gesellschaftlichen und künstlerischen Begegnungen und gab den Anfang für die Entstehung der Künstlerkolonie in Szklarska Poręba. Formell entstand die Kolonie erst nach dem Tode von Carl Hauptmann – im J. 1922 wurde die "Künstlervereinigung St. Lukas in Oberschreiberhau" gegründet.

Heute bildet das Carl und Gerhart Hauptmann Haus weiterhin die Rolle eines Inspirationszentrums für die Künstlerbewegung. Es organisiert und beteiligt sich an zahlreichen Künstlertätigkeiten, organisiert in Zusammenarbeit mit der Künstlerakademie in Wrocław und den Stadtbehörden Pleinairs für Studenten, initiierte die Entstehung des Vereins „Neue Mühle. Künstlerkolonie“, der Künstler aus dem Riesen- und Isergebirge versammelt, arbeitet mit EuroArt zusammen, der Vereinigung europäischer Künstlerkolonien, bei der Szklarska Poręba 2005 aufgenommen wurde.
Das Hauptmann-Haus strebt danach, das ideelle Erbe der ehemaligen Bewohner dieses außergewöhnlichen Hauses zu übernehmen.

Dom Carla i Gerharta Hauptmannów - Muzeum Karkonoskie
ul. 11 Listopada 23
Tel. +48 75 717 26 11

 

Śnieżne Kotły (Schneegruben)

Zwei durch die Natur bestens ausgeformte postglaziale Kessel zwischen dem Hohen Rad (Wielki Szyszak) und der Veilchenspitze (Łabski Szczyt), die durch einen Felsenkamm getrennt sind. Die senkrechten Felsenwände erreichen eine Höhe von bis ca. 200 Meter; der obere Rand der Großen Schneegrube (in der sich auch zwei kleine Schneeteiche befinden) liegt auf 1490 m ü. NHN. Die Große (800 Meter lang und 600 Meter breit), östliche und die Kleine (westliche) Schneegrube bilden ein Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 127 ha. Der Name „Schneegruben“ ist dem dort sehr lange liegenden Schnee zu verdanken, der noch im Hochsommer (1970 sogar bis zum 2. September!) zu sehen ist. Die Schneegruben stellen auch die reichste Ansammlung von Gebirgsflora nicht nur im Riesengebirge, sondern auch für die ganzen Sudeten dar. Über den Schneegruben ragt ein interessanter Fels empor – Czarcia Ambona (die Rübezahlkanzel) - von dem man eine imposante Aussicht auf den Boden der Kessel hat. Daneben befindet sich die ehem. „Schneegrubenbaude“, die heute als Fernsehturm und Sendestation benutzt wird.

Zugang: den roten Kammweg entlang oder von der Hala pod Łabskim Szczytem entlang dem gelben Wanderweg. Von der Alten Schlesischen Baude (Schronisko „Pod Łabskim Szczytem“) führt in die Schneegruben hinein der grüne Wanderweg – ein schwieriger Weg, der im Winter gesperrt ist.
 

Złoty Widok (Goldene Aussicht)


Eine prächtige und sehr steile Felsenstufe über dem Tal des Zackens (Kamienna) mit einer Höhe von 20 m, ein sehr schöner Aussichtspunkt auf das Riesengebirge –Szrenica (Reifträger) und Śnieżka (Schneekoppe). In der Nähe befinden sich noch zwei sagenumwobene Felsen: Chybotek (Zuckerschale) und Grób Karkonosza (Luisenfels) Zugang: vom blauen Wanderweg, nahe der Matejki-Str.
 

Wlastimil Hofman Haus

Es bietet sich eine außergewöhnliche Gelegenheit dar, das Haus des Malers Wlastimil Hofman zu besuchen, das in einem unberührten Zustand seit dem Tode des Kunstlers dasteht. Im Inneren des scheinbar winzigen Häusleins verbirgt sich die Werkstatt des Meisters mit seinen Staffeleien und einem Tischlein, auf dem noch seine Pinsel und Farbentuben liegen. Das Klima des Hauses, wie der heutige Hauswirt Herr Wacław Jędrzejczak versichert, ist nach wie vor von dem Künstlergeist durchdrungen, was wir in keinem anderen Museum erleben könnten.

Wlastimil Hofman (1881-1970) – von Jan Sztaudynger „Maler des inneren Scheins“ genannt, in Polen und weltbekannter Kunstmaler, Dichter, Schüler von Stanisławski, Wyczółkowski und vor allem Jacek Malczewski. 1947 zog er aus Kraków nach Szklarska Poręba um und bewohnte hier mit seiner Frau ein kleines Haus in Średnia. Hofman gewann schnell eine Beziehung zu der lokalen Bevölkerung, er malte viele Porträts und kleine Bilder für die Bewohner des Ortes. Viele Werke hat er auch den hiesigen Franziskanern gewidmet. Seine Gemälden verzieren die Ortskirchen und private Häuser.

Hofmans Haus – Wlastimilówka – wurde in kurzer Zeit zur Begegnungsstätte lokaler Künstler. Nach dem Tode des Malers aufgrund seines Testaments wurde Wacław Jędrzejczak der Eigentümer des Hauses samt seiner ganzen Ausstattung. Der gegenwärtige Hausbesitzer stellt den Besuchern die Künstlerwerkstatt und das Gästezimmer mit seinen Gemälden zur Verfügung. Die Besichtigungstermine sind telefonisch zu vereinbaren.

Muzeum - Dom Wlastimila Hofmana
ul. Matejki 23
Tel. +48 75 717 27 52
Die Besichtigung
des Hauses ist nur während der Anwesenheit der Hausbesitzer möglich. Man kann sich telefonisch verabreden.

Garten des Berggeistes

Der historische Park am Haus von Carl und Gerhart Hauptmann in Szklarska Poręba, gründlich umgebaut und bewirtschaftet im Jahre 2011, ist eine der interessantesten Grünanlagen in Hirschberger Tal, sowohl als Natur- als auch Geschichtsdenkmal. Auf dem Gebiet von 4,5 ha wurden mehr als 1 km Bergrouten entworfen, dank denen die Besucher die interessantesten  Elemente der Pflanzenwelt im Park besichtigen können. Auf der Routen befinden sich fünf thematische Häuser, jedes Haus hat einen individuellen und einzigartigen Charakter: Hütte des Arbeitsamen Wassermanns – mit Mühlrad und Balkon, aus dem die sogenannte „moczydło“ zu sehen ist; Hütte der Geheimnisse – sie ist in der Böschung verborgen; der Dach aus Gras verschmelzt mit der Umgebung; von der Vorderseite geöffnet, mit Banken und Tischen von innen. Landstraße des Berggeistes – auf 18 Akazienpfählen gestützt. In der Mitte befinden sich Banken und Tische, die in der Nähe des Kamins und des Grills gestellt wurden, hinten ein Wirtschaftsraum; Hütte des Zwerges aus Moos und Farn – mit der Konstruktion aus Holzbrettern und Satteldach mit Nagelgeschwür aus Ästen, mit Gras, Moos und Flechten. Neben der Hütte befindet sich ein „Pilzenzaun“ und „Pilzentisch“ mit „Pilzenhockern“. Hütte der Kräutersammlerin Rzepicha – im Stil des alten Bauernhofs, wo die Wände aus vertikalen Staketen errichtet wurden; sie korrespondieren mit der Umzäunung des Gartens von Kräutersammlerin. Die Holzelemente der kleinen Architektur bilden die Route unter der Bezeichnung „Garten des Berggeistes“; sie passt sehr gut zum ein wenig moosbewachsenen und rauen Charakter des Parks.

Eine zusätzliche Attraktion für die jüngsten Besucher ist der Platz der guten Kondition – es ist ein Spielplatz mit Geräten, die im Stil gemacht wurden, der mit anderen Elementen der kleinen Architektur verbunden ist.
Ein wichtiger Vorteil des Parks sind wunderschöne, breite Aussichten in Richtung des Riesengebirges, das aus Aussichtspergola zu bewundern ist; sie befindet sich auf einem Steinring und ihre Konstruktion besteht aus Pfählen, die nach dem Muster von „szachulec“ gelegt wurden [ähnlich wie beim Fachwerkhaus] – es ist ein charakteristisches Element der hiesigen Architektur.





 
 

wie man


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